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25.03.2013, 00:50

Logbuch des Secondary Slave (Fortsetzung von "Schattenspiele im Hangar 12")

Um die Einleitung langsam abzuschließen...

Zitat


Logbuch des Käpt’n Oklino.


Logbucheintrag 21032013 auf Zeta Yxtrophirosa Popopulopus:


Ich hatte mir gedacht ein bisschen Landurlaub würde der Allianz ganz gut tun bevor in unserer Heimatgalaxie die Mücken klatschen. Deswegen hatte ich der Mannschaft befohlen Xeta Yxtrophirosa Populo… Popupol… - ACH - DEN KACKPLANET HALT – anzusteuern! Man sagt überall die Strände wären ebenso endlos wie die Warteschlangen vor den örtlichen Notapotheken. Welch paradiesische Vorstellung!

Ich hätte ja ein Zimmer im Hotel Euthanasia genommen – allein weil der Name so beruhigend klingt aber meine Mannschaft hatte sich für das „Studio 54“ entscheiden, weil es dort kostenlose Erdnüsse an der Abendbar gab. Außerdem eine Fuß- und HANDmassage für jeden der das erste Mal eincheckt – ich fragte mich wann der völlig abwesend geifernde Jauchepaul kapieren würde, dass Handmassage heißt, dass seine Hände massiert werden…

Naja, das komische Grinsen und die hässlichen Boots des Hoteliers erregten jedenfalls Übelkeit in mir – was für ätzender Laden. Auf den Zimmern, in denen wir die 4 Sterne durch die Löcher in der Decke sehen konnten, bekamen alle doch erst mal Hunger weil Cuntolon auf dem Schiff eine seiner Spezialitäten zubereiten wollte, die er nach dem Waldscheißen mit seiner Rixe überfahren hatte…


Nachdem wir wie bei Sokoban in 13 Zügen die Tische richtig angeordnet hatten und Schrammel dem aufgebrachten Kellner einen Leibniz Kick verpasste, der alle 32 Zähne nach außen befördern sollte, konnten wir endlich unsere Bestellung aufgeben… Doch was mussten meine Augen da sehen… Nur Pariser Bier, Erdnüsse und „Gurkenblubber in Uderonfeinschliffflaschen 54er Jahrgang“!?. MOMENT MAL - dem mussten wir nachgehen… Fluchs waren drei Kannen pro Person des Gesöffs geordert… und was musste ich sehen, während JuwelenJupp aus Verzweiflung schon an seinen Schuhsohlen kaute. Das waren UNSERE Flaschen! Ja selbst dieses Gurkenblubber schmeckte exakt nach PuFF-Brause. Nach 17 Flaschen Gurkenblubber mit Erdnüssen waren wir uns auch wirklich sicher! Jetzt wussten wir wer den letzten Transport von der „Absturzstelle Süd“ überfiel, das Nutzvieh vergewaltigte und die Frauen abschlachtete! Es mussten die Inhaber vom Studio 54 gewesen sein…

Damnworld und ich waren uns einig, dass wir nach dem Verspeisen von 47 Dosen köstlicher Erdnüssen (NUR aus Rache!) zu seinen Skat spielenden Agenten aufbrechen sollten… Wir brauchten mehr Informationen über dieses Etablissement…

to be continued...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Oklino« (03.05.2013, 23:12)


2

03.05.2013, 22:39

Teil2

So nun aber wirklich Teil 2... und danach Teil 3... wir hatten den 2. Teil hier nicht gepostet, weil es scheinbar keine größere Interessengruppe dafür gab. aber ... schauen wir mal... ;)

Zitat

Operation „Peristaltikgewitter“
Logbuch des Captain Oklino.
16Uhr morgens in einem ungepflegten Zimmer im Goldenen Lifter…

Damnworld2: ÜÜÜÖÖÖÄÄÄÄRG… *gähn*hast du auch so gut geschlafen Kleines… *schmunzel*

Oklino: *blinzel* Nimm deine... Hand da weg…

Damnworld2/Oklino: *KREISCH*

Diese Schweine vom Studio54 mussten uns betäubt, in den Lifter geschmuggelt und in ein Zimmer gelegt haben… anders konnte es nicht sein. Im Flur des kleinen Appartments fanden wir auch Schrammel völlig nackt mit Hautabschürfungen und einem albernen Federhut auf.
Nachdem wir Schrammel mit einer kalten Dusche und anschließendem Bier gurgeln wieder wach bekommen hatten, fanden wir auch Ixnay völlig zugegöbelt in der Badewanne wieder. Wir stützten ihn, nachdem wir ihn bekleidet kalt geduscht hatten, aufs Sofa.
Auf OmicronTV5 liefen gerade die Nachrichten. „… die Löscharbeiten dauern nun schon seit Stunden an. Nur eines scheint gewiss, das Studio 54 wird bis zum Eintreffen der Verstärkungsmannschaften der galaktischen Feuerwehr bis auf die Grundmauern nieder gebrannt sein. Vom Personal des Etablissements fehlt bisher jede Spur und die Feuerwehr geht aufgrund der unglaublich schnellen Ausbreitung von Brandstiftung aus. Anwohner berichten, dass kurz vor Ausbruch des Brandes 3 nackte Männer versuchten mit angeketteten Fahrrädern den Parkplatz zu verlassen und dabei immer wieder stürzten... einer der drei Verdächtigen versuchte sogar immer wieder verzweifelt mit einem gestohlenen Rollstuhl auf eines der Fahrräder zu steigen… „*zapp*.

Im nächsten Moment stolperte Ixnay der sich noch einmal im Bad entleert hatte durch den Flur und fluchte „WO KOMMT DER SCHEIß ROLLSTUHL HER!?!“

Schrammel, der gerade zum zweiten Mal wach wurde: *lall* aller… wo habt ihr die ganzen blauen Flecken her… *auftischknall*schnarch*

Damn und ich sahen uns verwundert von oben bis unten an: „oh kacke…“.

Damn & Oklino: „WO zur Hölle ist Jupp?!“

Unser Schatzmeister war im ganzen goldenen Lifter nicht aufzufinden. Selbst in der Sauna, wo er oft Stunden mit ähm…. Meditation verbrachte und wöchentlich Hausverbot bekam, lag er nicht. Wir mussten erst einmal unsere Gedanken sortieren und eine Kleinigkeit essen. Nachdem ich circa 2kg eines Sekt-Erdnuss-Breis erbrochen hatte, gesellte ich mich zu den anderen ans Buffet. Schrammel, der immer noch nicht ganz klar war, kam mit einer Handvoll Maggiwürfel aus der Küche, von denen er sich erst einmal 2 aufs Baguette schmierte. Da kam mir doch gleich ein weiterer Gruß aus der kalten Küche hoch…
Nach einer kurzen Lagebesprechung einigten wir uns, dass wir es so anpacken mussten wie in einem dieser Hollywoodfilme. Erst mal an den Ort des Geschehens zurück. Ich packte Schrammel, der gerade mit der Zunge in der Butter rumbohrte am Kragen und riss ihn mit zum Hangar wo die PussyCat-Zero startbereit auf uns wartete…
Damn konnte sich dunkel erinnern, dass wir zwischendurch noch an der Tanke waren um Kippen zu holen und dort begann unsere Suche…
To be continued...

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Oklino« (03.05.2013, 22:58) aus folgendem Grund: Überschrift und Facebook Link vergessen ;)


3

03.05.2013, 23:05

Teil 3

Und hier die Fortsetzung und somit der Beginn der eigentlichen Handlung, die wir beschreiben wollten. Intern hieß die Aktion "Operation Peristaltikgewitter".

Wie einige Spieler eventuell wissen hat das Studio 54 seine heimischen 4 Wände verlassen um zu uns zu kommen. Es soll auch in diesem 3. Teil wieder um dieses Thema gehen... An dieser Stelle möchte ich allen danken, die geholfen haben diesen dritten Teil so zu verfeinern, dass wir uns in unserer postpubertären Albernheit mit schmerzenden Bäuchen im Bett wälzten... Schrammel, Cuntolon und Mudsch ich danke euch vielmals für euren Beitrag! Möge der Bison zahlreich sein...

Wichtiger Hinweis: Der folgende Text wird mit einem Vokabular gespickt sein, dass nicht jedem Menschen und seinen moralisch, ehtischen Vorstellungen zusagt. Bitte lesen Sie nicht weiter, wenn Sie ein Freund gepflegter Unterhaltungen, höflichen Umgangstons oder dezenter Anspielungen sind. Wenn Sie der Gebrauch von Fäkalsprache, unnötige Gewaltanwendung- und Darstellung sowie die Verherrlichung der Trunksucht erschüttern können, lesen Sie bitte nicht weiter.

Ich will jetzt niemanden mehr auf die Folter spannen! Ab gehts:

Zitat

Was bisher geschah:


Wir wollten mehr über das Studio 54 erfahren und begaben uns in die Höhle des Löwen. Berauscht von Erdnüssen und scheinbar geklauter PuFF-Brause unter dem Label GurkenBlubber verloren wir die Kontrolle über den Verlauf des Abends. Als wir uns ohne jede Erinnerung und unbekleidet im goldenen Lifter wiederfanden, stand das verlassene Studio 54 bereits seit Stunden in Flammen und Jupp, der uns noch in der Nacht zur Tankstelle gebracht hatte, war verschwunden. Wollte man uns eine Brandstiftung anhängen? Hatte Schrammel seine Drohung wahr gemacht und den Laden in Schutt und Asche gelegt? Oder war es sogar Generalmajor NukeEm der einen Grund für einen Krieg mit dem WeLtrAuMPuFF konstruieren wollte?

Wir mussten herausfinden wer den Brand gelegt hatte, wo Jupp war und warum ich nackt neben Damnworld und mit einem Lesezeichen im Arsch aufgewacht bin...


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Irgendwo an einer verwahllosten Tankstelle auf Morc...


„Mudschahedins Gay-Station – hier können Sie sich den Arsch volllaufen lassen...“ Seid ihr euch SICHER, dass wir hier Kippen holen waren?!“ Ich wollte nicht so recht glauben, dass wir so abgestürzt waren. Aber Damnworld versicherte mir mit einem gleichgültigen Schulterzucken, dass er hier nur zum Kippen holen war und es von daher ja egal sei wie der Laden aussähe.

*ding*ding* machte es beim Öffnen der klebrigen Tür. Ich verdanke es Schrammelvattis Geistesgegenwart, dass ich nicht auf dem ersten Brocken Kotze ausgerutscht bin und mir den Hals gebrochen habe... „Woher wusstest du das?!“ - „Woher wusste ich was?“ erwiderte Schrammel immer noch mit einem leichten Schielen im Gesicht... „*ächz* ... vergiss es...“. Ixnay lallte immer noch besoffen schmutzige Lieder über den WeLtrAuMPuFF und war ebenso nutzlos auf unserer Suche. Nachdem ich Damnworld bei den Zeitschriften davon abbrachte die Mittelseite aus „XXL Kolobauerinnen“ zu klauen, erinnerte ich ihn an unsere heilige Pflicht! Am Kühlregal war diese nach 3 JackyCola und 2 Büchsen FAXE proPerson auch schnell abgehakt. GANZ gezielt hatten wir uns in einen ähnlichen Geisteszustand wie am Vorabend versetzt um uns besser in die Situation hineinfühlen zu können... lala...

„ÖÖÖÖY Thekenschl***! Onkel Oki und Damn wollen Tattas loswerden! Trab anGerippe!“ Prollte ich gut geschauspielt über die Kasse und wischte mir lässig den ersten Speichelfluss, der baldiges Erbrechen ankündigte, aus dem Mundwinkel...Mir blieb fast das unauffällig geklaute Mars im Hals stecken, als plötzlich frogger vor uns stand und sein rotes Haar mit einem werbereifen Schwung nach hinten warf... Mit einem Räuspern und Blick nach rechts machte er uns auf Schrammel aufmerksam, der lang vor einem Süßigkeitenautomat auf dem Boden lag, scheinbar im Auswurf fest hing und verzweifelt an der Scheibe in Richtung BiFi-Roll schleckte...
Nachdem Damn wieder für ein seriöses Erscheinungsbild unserer Truppe gesorgt hatte, versuchte ich mit meinem ganzen diplomatischen Geschick und subtilstem Vorgehen Antworten aus Frogger heraus zu kitzeln. „Samma, ham wir hier gestern Scheiße gebaut?“ War dabei das verbale Goldstück, das mir leicht und elegant über die überlaufenden Lippen ging. Als er meinte, dass wir uns wie alle anderen Gäste verhalten haben, gab mir dies unmittelbar zu denken. Ich hakte also noch einmal nach. „Wie verhalten sich deine Gäste denn so im ~Normalfall~bzw. was haben wir so gemacht?“ - ich wusste, dass in einem Laden der Mudschgehörte, welcher Schwarzen Afghanen in der Auslage hatte, nicht alles „normal“ sein konnte und ich hatte recht. Wir standen ungefähr eine halbe Stunde an der mit Kaugummis vollgeklebten Kasse und unsere Kinnladen fielen immer tiefer. Frogger erzählte wie Schrammel als erster die Tür auf kickte, auf den Bodenkotzte und danach mit dem Kragen im Postkartenständer eingepennt war. Damnworld hatte sich scheinbar als Tankwart mit nacktem Oberkörper ausgegeben um ein paar Frauen aufzureißen, die gerade mit ihrem Cabrio vorfuhren. Als er aber meinte, er täte ihnen einen Gefallen indem er seinen hochprozentigen Sprit unentgeltlich in ihren Tank jauchen würde und seine Hosen runter ließ,ergriffen die Miezen panisch die Flucht. An dieser Stelle hatte Damn offensichtlich seine Kleidung verloren. Erst wollte ich fragen wie ich meiner Klamotten verlustig wurde, aber weil ich nebenbei, durch geschickte Handzeichen unter der Theke bei den Süßigkeiten, mit Ixnay gewettet hatte, wer sich mehr Crispy Rolls in den Mund stecken kann, war es mir unmöglich zu sprechen. Frogger ging weiter ins Detail... nachdem wir uns einen Kanister Benzin und eine aktuelle Straßenkarte von Europe-Megacity – wo auch immer das sein soll - gekauft hatten, Damn meinte,man wisse nie wann man sowas mal brauchen könne, wären wir angeblich auf die Idee gekommen noch in den Park zu gehen. Schrammel soll eigenst für diesen Spaziergang ein Toastbrot und 5 Flaschen Korn gekauft haben, Jupp habe aber schon die erste Flasche am Regal geleert und zurück gestellt. Ixnay der darauf bestand Pariser Bier zu bekommen handelte sich ein Hausverbot für eine Nachtein und die nächsten Sätze verschlugen mir den Atem. Ixnay, welcher ja draußenwarten musste, gröhlte wieder eines seiner WeLtrAuMPuFF Lieder.

Getrieben von seiner Überzeugung, dass Zentrifugalkraft Schallwellen enorm beschleunigen würde und er seinen Lobgesang über unsere Allianz in alle Weiten tragen müsse, stellte er sich in die Autowaschanlage... nachdem aus der Ein-und Ausfahrt überall Erdnuss-Sektpampe sprühte, wurde es still... Nun wussten wir auch wie er am Morgen zu seinem Flecktarn-Look kam... Ich unterbrach Frogger, mit einem „uff?! hiff uuuff mieoen hi hen huaak?“ und wiederholte den Satz bis mir Spucke an den Waffelröllchen im Mundwinkel in langen Fäden runterhing. „Er fragt ob Jupp mitgegangen ist in den Park!“ half Damn aus und Frogger erklärt, dass diese Frage nur Mudsch beantworten könne, der aber mit der neuesten Ausgabe von „Noobs in Trouble“ auf dem Klo verschwunden war, weil ereinen dicken Haufen auf den Artikel über die Schatten der 13. Galaxie scheißen wollte…

To be continued...

Die neuesten RPGs und andere nette Dinge gibt es sogar noch vor dem Erscheinen hier im Forum auf:

https://www.facebook.com/pages/Weltraumpuff/455872297817360

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Oklino« (04.05.2013, 21:33)


4

30.06.2013, 18:33

Teil 4

Nun es hat ein wenig gedauert, vor allem weil WOG nur einen sehr kleinen Platz in meinem Leben einnimmt und ich viele andere wichtige Dinge erledigen musste.

Aber ich denke das Warten hat sich gelohnt und nun präsnentieren wir den vierten naja eigentlich fünften Teil des Logbuches eines dem Wahnsinn nahen Käptns...


Es befinden sich 2 Links zu Musikstücken die, die Szenerie untermalen und Stimmung erzeugen sollen. Hört sie nebenbei oder ... nicht. Mir egal ;)

Zitat


Was bisher geschah:
Wir hatten uns allesamt in einem Anfall von Neugier ins Studio54 begeben. Es hieß das sei noch vor dem W.e.L.t.r.A.u.M.P.u.F.F der heißeste Laden der 13. Galaxie. Nachdem wir einen Etikettenschwindel beim Haussekt „Gurken-Blubber“ aufreckten und 54 verdächtigten die Absturzstelle Sued geplündert zu haben, wo sie leicht an Unmengen PuFF-Brause gekommen waren, betranken wir uns mit unserem wahrscheinlich eigenen Gesöff und aßen mit 5 Mann ungefähr 25 Dosen Erdnüsse. Ohne detailliertere Erinnerungen, außer jene an eine versiffte Tankstelle auf Omicron, fanden wir uns teilweise nackt, mit seltsamer Öko-Federbekleidung und mancher auch zugegöbelt im Goldenen Lifter wieder. In den Nachrichten wollte man uns auch noch den Großbrand im Studio 54 anlasten und nach kurzer Zeit fiel auf, dass Jupp spurlos verschwunden war. Wir mussten uns auf die Spuren der letzten Nacht begeben und Jupp finden. An Mudsch's Gay-Station auf Omicron bekamen wir erste Infos über Damn, der sich als Nackter Tankwart ausgab und seine Hose an ein Cabrio voller Frauen verlor, über Ixnay der seine Wurfpizza in der Autowaschanlage verteilte und dann war da noch Schrammel... ja... Schrammel...


Weiter geht’s:

Ixnay hatte mich mal wieder geschlagen. Nach dem Einschieben der 26. Crispy Roll stieß ich mir die Waffelrolle in den Rachen und konnte nur mit voller mönchsgleicher Konzentration verhindern, dass ein Gruß aus der kalten Küche die 25 anderen Röllchen zu gefährlichen Minigun-Geschossen machte.
Da endlich hatte das Warten ein Ende. Durch grün-braunen Qualm, der unter der Toilettentür durchdrang, kündigte sich Mudschs Rückkehr in den Verkaufsraum an. Der Gestank war so unerträglich, dass ich mehrmals am Sonnenbrillenständer im Spiegel kontrollierte ob ich nicht braune Ringe um die Nasenlöcher bekommen hatte. An diesem Tag habe ich Ixnay das erste Mal in Hektik gesehen! Wie ein Blitz stürmte er los und warf Schrammelvatti zu Boden, weil dieser mit einer Dose Montageschaum die Tür versiegeln wollte. Ein wildes Gerangel auf dem Boden mit den unfairsten Techniken begann! Selbst für einen gestandenen Offizier war das ein unerträglich brutales Bild! Nippelfolter, Brennessel und Mädchenkloppe! Nur das plötzliche Poltern hinter der Sanitärpforte unterbrach das Chaos und ließ alle aufhorchen. „VERDAMMTE SCHEIßE WER HAT HIER DIE TÜR GEBAUT!!?!“ - wir sahen uns alle leicht verwirrt an, als sich die Fäkaliengruft öffnete und Mudsch mit halb runtergelassener Hose, eine Hand an der Stirn und in der anderen eine Ausgabe von Noobs in Trouble haltend vor uns stand. Die Titelseite war wie von Redrob in Aussicht gestellt mit einem biologischen 3-Komponenten-Kleber verschmiert und erregte erneut Übelkeit bei allen Zuschauern. Lediglich die Schlagzeile „Loosing faster than their shadow“ war noch zu lesen. Wohl der angesprochene Artikel über die 13. Galaxie...

Wir begrüßten uns so herzlich wie es der körperliche Zustand von Mudsch zuließ. Also eher aus der Distanz. „Du musst uns helfen, wir haben wohl gestern Jupp irgendwo verloren...“. Meine alte Nummer 1 von Brücke der PussyCat-Zero erzählte uns gemischt mit einigen Grunz- und Würgelauten dass wir hackebreit in den Park der 14. Straße getorkelt seien. Jupp im Schlepptau, weil dieser nicht mehr fahren konnte. Wir wären mit unmengen Korn, einem Toastbrot und einem 2-Mann Zelt unterm Arm losgezogen. Er meinte sich an irgendwas mit Eisfischen erinnern zu können... (Eisfischen? Auf dem Wüstenpanet Omicron?!). „Ok wie weit ist es bis in den Park der 14.?“ - „So rund 12 Kilometer... hier, nehmt mein Auto, die Karre von Jupp is noch inner Reinigung. Irgendein Wi$%& hat die Rückbank vollgestrullt.“ - „äh... ok...“. Damn fing den Schlüssel, gönnte sich noch einmal einen Schuss mit Espresso und los ging die Reise.

Aus der Tür raus mussten wir mit einem Faustschlag ins Gesicht feststellen, dass es zum einen auf Omicron sehr schnell sehr hell und sehr heiß wurde und wir zum anderen durch die frische Luft unseren Kater spürten. Nach einem kurzen Blackout kam ich mit tierischen Kopfschmerzen und einer Beule zu mir und stellte fest, dass wir alle 2 Fenster weit weg von der Tür auf dem Boden lagen. Mit einem Eimer brauner Brühe, die wohl zum Scheibenwischen neben den Zapfsäulen stand, weckte ich die Jungs wieder auf.

http://www.youtube.com/watch?v=AdTF-KRdxtA

Miteinander verhakt taumelten wir durch den heißen Wüstensand in Richtung Garage. Der Horizont war durch die sengende Hitze nur verschwommen zu erkennen. Uns floss der Schweiß in Strömen von der Stirn und wir hatten Mühe einen Fuß vor den anderen zu setzen. Schrammel lehnte sich nur kurz im Schatten an eine Zapfsäule und kam nicht mehr hoch, Damn und ich hielten unsere Köpfe zwischen ein paar Dutzend Kaugummis an die kalte Glasscheibe des Nachtschalters... es war unerträglich. Man konnte förmlich das Knistern von brutzelndem Fleisch hören, wenn man seinen Arm zu lange aus dem Schatten streckte. Ich wünschte mir eine Lotion mit Sonnenschutzfaktor 3 Millionen und Proseccogeschmack – man weiß ja nie was sich noch so ergibt…

http://www.youtube.com/watch?v=0x4AZHDT-4A

Ixnay, wieder fit genug, schnappte sich die Schlüssel und holte Mudsch's Karre. Wow, wir stürzten uns durch das offene Dach eines seltenen rosa Cadillac auf die Sitze, bogen ab auf die versandete Hauptstraße und gaben Stoff Richtung 14te Straße. Der lauwarme Wind wehte uns durchs Haar, wir schwitzten weiter wie die Schweine eines Viehtransportes in einer Vollsperrung auf dem Highway. Die Sonnenbrillen, die überall im Auto verstreut lagen, leisteten wenigstens so weit ihren Dienst, dass man geradeaus schauen konnte ohne dass einem die Augäpfel austrockneten und man spröde Augenlieder bekam an denen sich das Auge hätte auf schmirgeln können.
Nach wenigen Metern jammerte Schrammel das erste Mal wieder mit klarer Stimme „ich hab kalte Füße und hier stinkts!“ - „WA...?!“... mit einem Augenrollen kommentiert zog ich Schrammel, der auf dem Bauch über die lange Tür hängend, das Gesicht in die Sitzfläche gepresst hatte und wohl seit dem Einsteigen mit den Beinen seitlich aus dem Wagen ragte ganz auf den Rücksitz und richtete ihn auf. „Geile Karre, mach ma Klima an, mir is heiß!“ nörgelte er im Anschluss. Fragend mit hochgezogener Augenbraue sah Damn vom Beifahrersitz des Cabrios nach hinten. Wir hielten die Hände vor die Stirn und schüttelten verzweifelt die Köpfe.

Es war so unerträglich warm, dass Schrammel und ich erschöpft aneinander gelehnt zusammen sackten bis sich unsere Lippen beinahe berührten… Er sah mich mit einem zufriedenen Lächeln und einem etwas weniger gewordenen Silberblick durch die Federn seines Hutes an – mir entwich ein jämmerlicher Schrei als wir durch das nächste Schlagloch fuhren und…
Immer noch leicht traumatisiert, versuchte ich in die Ecke der Rückbank gekauert zu schlafen. Wegen den jüngst geleerten 2 Dosen Faxe schwang ich zwang es mich erst einmal auf den langen Kofferraum auf dem ich mich hinlegte um lässig zwischen meinen Stiefeln durch in den Windschatten zu pinkeln. Das war total abgefahren und mir war irgendwie als hätte ich das schon einmal vor kurzem getan... nur andersrum... scheiße... Zurück auf dem Rücksitz nickte ich jedenfalls erleichtert ein...

Abrupt riss es Schrammel und mich aus dem Schlaf als wir mit einem Ruck der an Richtungsänderungen beim Rodeo erinnerte in die Vordersitze bissen. „WIR SIND DA!!! *rülps*“ hieß es von der Fahrerseite. Ein kurzer Rundumblick offenbarte uns Grünfläche so weit das Auge reicht (WIE zur Hölle ist das auf einem Wüstenplanet nach so wenigen Kilometern möglich?!). Hinter uns natürlich von den Reifen gepflügter Rasen. RICHTIG betroffen machte mich erst der Blick auf die rotgrauen Federn die hinter uns überall herum schwirrten und langsam zu Boden glitten. Auf der Windschutzscheibe war ein radialer Bruch mit Blutspuren zu sehen und aus dem rechten hinteren Radlauf ragte etwas, was ich mit viel Phantasie als Eichhörnchenschwanzreste identifizierte. *PATSCH*PATSCH* schlug ich Damn das Boardhandbuch von Hinten um die Ohren, weil er seelenruhig mit zurück gelehntem Sitz weiter gepennt und diesen Amoklauf auf Flora und Fauna nicht verhindert hatte.
Als ich mit dem Gedanken abgeschlossen hatte, dass Mudsch uns bei der Rückkehr wegen der völligen Vernichtung seines Wagens umbringen würde, überlegte ich ob ich mich an irgendetwas an diesem Ort erinnern konnte.
„Los Jungs, wir müssen nachde... - IXNAY! Nimm den Riechkolben aus der Tanköffnung!!!“. Endgültig wurde meine Interpretationsfähigkeit erschöpft, als er sich mit verdrehten Augen zu mir wandte und etwas sagen wollte was wie „Äläläläläl“ klang. Wir werden wahrscheinlich nie erfahren was es war, weil er instant ohnmächtig wurde. Sicherlich etwas wie „Der Sprit reicht noch für den Rückweg“. Zum Glück hatte ich immer meine kleine Boardapotheke dabei und ein Mundstück mit kleinen Presslufttanks gehörte zu den Prachtstücken. Als ich das Teil bei James Bond das erste Mal sah, wollte ich auch so eins haben. Man weiß ja nie wann man mal mit dem Raumschiff am Arsch der Galaxie auf einen Ozeanplanet abschmiert und aus der Brücke rausschwimmen muss...
Nachdem wir erste Hilfe leisteten und sein Hirn mit Sauerstoff statt Knallgas versorgt wurde, legten wir Ixnay, der wieder klare Worte sprechen konnte gegen seinen Willen in den Kofferraum – nur zu seiner Sicherheit.
Damn war natürlich lässig an die A-Säule gelehnt wieder eingeschlafen und sabberte am Sonnenschutz vorbei in den Fußraum. Überhaupt schlief er in letzter Zeit immer nur Tagsüber. Seine Albträume von rumänischen Liliputanermafiosis mit blitzschnellen Antrieben ließen ihm keine Ruhe. Da half ihm auch das umgedichtete Donnerbuddy-Lied nicht weiter. Was für eine Scheiße – mit ihm wollte ich nicht tauschen!
Mit liebevollen, sanften Klatschern mit flacher Hand mitten ins Gesicht weckte ich ihn auf und machte ihm klar, dass wir uns jetzt konzentrieren mussten. Irgendwo hier war Jupp mit seinem 2-Mann-Zelt verschwunden! „EISFISCHEN!“ warf Schrammel ohne jedes verbale Beiwerk ein und zeigte mit dem Finger auf eine Wanderwegbeschilderung „Lake Pipikaka“. Lecker... dachte ich mir und schnappte mir die beiden letzten Überlebenden der Trunksucht um sie hinter mir her zu schleifen.

FAST FORWARD: blablabla langer Weg, viele Tiere und Bäume, Waldweg, noch mehr Viehzeug, Coladosen, Gebüsch, ich, Strullen, Wurm im Reißverschluss eingeklemmt, jämmerlich geweint, Nackenschlag von damn, weiter gehen STOP – PLAY


Mitten auf einer Lichtung war also dieser Ganges ohne Mündung ins Meer und alsbald sollten wir auch etwas äußerst ungewöhnliches entdecken. Es war ein gleißendes … DINGS hinter ein paar Bäumen. Es machte rasselnde hochfrequente Geräusche, bewegte sich aber keinen Meter. Wir gingen langsam näher. Ein merkwürdiger Geruch... ein Gemisch aus Fichte und... und… Bier. Je näher wir kamen, desto intensiver wurde es. Wir konnten immer noch keine genauen Strukturen erkennen es war wie ein großes silbernes strahlendes Oval auf dem Gras... Schrammel rieb sich bereits die Hände und zückte sein Schweizer Taschenmesser mit der 3cm Klinge, mit dem er immer seinen Frühstücksapfel schälte. Mein Blick rüber zu Damn nahm mir jeden weiteren Kommentar ab – er schüttelte bereits den Kopf...
Dennoch schloss ich mich Schrammels Handlung an – man kann bei Außerirdischen nie sicher sein, was die mit einem anstellen. Einmal hat ein Epmarkschra mir Liebe machen für 20 Dollar versprochen. Am Ende lagen zwei Rekruten mit ausgelutschtem Schädel und ich mit offener Hose und stehendem Kringelwurm auf einem Bett aus stinkendem Bitum. Eine Patroullie rettete mir damals das Leben. Seitdem habe ich immer die Waffe meines Vaters, einen Photonphaserfuckyoubitchinatorperforator3000, dabei. Das Teil macht Löcher wie Klodeckel und weil es halt eine geräuschlose Laser, Phaser watweißich-Waffe ist, kann man den Ballersound frei wählen – SUPER! Ich hab mich für etwas aus der Natur entschieden, was den Gegner verwirren soll. Ein kurzes QUAKQUAKQUAK im Burst-Mode und der liebevoll Witwenmacher abgekürzte und als „Versatile Holepunch“ millionenfach exportierte Schießprügel erledigt bei jeder Festnahme das Verhör schon im Vorfeld. Am Schaft ist übrigens auch ein praktischer Flaschenöffner…
*prost*

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Oklino« (30.06.2013, 18:52) aus folgendem Grund: ergänzende Formatierungen...


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